Anlass-Check: Organisation

Führungsteams spüren meist früher, dass etwas klemmt, als sie benennen können, was es ist. Dieser Check hilft beim Benennen. Sie schätzen sechs Spannungsfelder ein, die in Organisationen selten einzeln auftreten. Das Ergebnis ist kein Gutachten und kein Vergleich mit anderen Unternehmen – es ist eine Rangfolge Ihrer eigenen sechs Einschätzungen. Sie sehen, wo die Spannung bei Ihnen gerade am größten ist. Das ist der Anfang eines Gesprächs, nicht sein Ergebnis.

Zwölf Aussagen zu Führung und Zusammenarbeit. Sie schätzen jede auf einer sechsstufigen Skala ein. Am Ende steht eine Rangfolge von sechs Dimensionen, keine Kennzahl und kein Vergleich mit anderen.

Die Auswertung läuft vollständig in Ihrem Browser. Es wird nichts gespeichert, nichts übertragen und kein Cookie gesetzt.

12 Aussagen · sechs Dimensionen · rund zwei Minuten · Auswertung ausschließlich im Browser

Selbsteinschätzung

Warum organisationale Muster stabil bleiben

Muster in Organisationen halten sich selten aus Trägheit. Sie halten sich, weil sie etwas leisten. Eine unklare Zuständigkeit erspart eine Auseinandersetzung. Eine vertagte Entscheidung hält ein Gremium zusammen. Wer ein Muster beschreibt, ohne diese Leistung zu benennen, beschreibt die Hälfte.

Die Annahme stammt aus der systemischen Beratung und aus der morphologischen Tradition. Beide gehen davon aus, dass ein Zustand, der über Jahre besteht, von den Beteiligten laufend hergestellt wird. Nicht absichtlich und meist nicht bewusst, aber wirksam. Der Zustand hat Nutznießer, auch wenn ihn niemand gewollt hat.

Der Unterschied zur Defizitbeschreibung liegt in der Folge. Eine Defizitbeschreibung nennt, was fehlt, und legt nahe, es zu ergänzen: mehr Kommunikation oder ein weiteres Format. Die Funktionsanalyse fragt zuerst, was der bestehende Zustand absichert. Erst danach lässt sich sagen, was eine Veränderung kosten würde und wer diese Kosten trägt.

Für die Arbeit an einem Ergebnis heißt das: Der zweite Absatz zu jeder Dimension ist der schwierigere. Er benennt, was verloren geht, wenn das Muster sich auflöst. Wird diese Seite übergangen, kehrt das Muster in anderer Form zurück.

Häufige Fragen

Wie lange dauert der Check?

Zwölf Aussagen und eine offene Frage. Die meisten Durchläufe dauern rund zwei Minuten. Eine Unterbrechung ist nicht vorgesehen: Wird die Seite neu geladen, beginnt der Check von vorn, weil nichts zwischengespeichert wird.

Werden meine Antworten gespeichert?

Nein. Die Antworten liegen während des Ausfüllens im Arbeitsspeicher des Browsers und werden mit dem Schließen der Seite verworfen. Es wird kein Cookie gesetzt, kein LocalStorage verwendet und keine Anfrage an einen Server gesendet. Auch der Satz aus der Abschlussfrage verlässt Ihr Gerät nicht.

Ist das ein validiertes Verfahren?

Nein. Es gibt keine Normstichprobe, keine Prüfung der Reliabilität und keine Validierungsstudie. Der Check ordnet sechs Dimensionen nach der Ausprägung in Ihrer eigenen Einschätzung. Als diagnostisches Instrument im testtheoretischen Sinn ist er weder gedacht noch geeignet.

Wie ist die Grafik zu lesen?

Das Netzdiagramm zeigt die Form Ihres Profils über sechs Achsen, die immer in derselben Reihenfolge A bis F stehen. Je weiter ein Punkt außen liegt, desto stärker ist die Spannung in dieser Dimension ausgeprägt. Die Balken darunter zeigen dieselben Werte, absteigend sortiert, für das Ablesen einzelner Zahlen. Eine Vergleichsfläche oder Durchschnittslinie fehlt, weil keine Vergleichsdaten vorliegen.

Kann ich den Check mit meinem Team durchführen?

Jede Person füllt ihn einzeln aus. Mitteln lassen sich die Werte nicht, weil die Auswertung ipsativ ist und nur innerhalb einer Einschätzung vergleicht. Tragfähig ist der umgekehrte Weg: Jede Person bringt ihre beiden obersten Dimensionen mit, und die Runde beginnt bei den Unterschieden.

Kann ich das Ergebnis speichern oder ausdrucken?

Über die Druckfunktion des Browsers lässt sich die Ergebnisseite als PDF sichern. Ein Speichern im Browser findet nicht statt. Nach dem Schließen der Seite ist das Ergebnis fort.

Zur Methode

Das Verfahren erfasst sechs Dimensionen mit je zwei Aussagen auf einer sechsstufigen Zustimmungsskala. Ausgewertet wird ipsativ: Verglichen werden ausschließlich Ihre sechs Werte untereinander, nicht Personen oder Organisationen miteinander. Eine Normstichprobe existiert nicht, und es wird keine behauptet.

Die Angaben stammen aus einer Quelle zu einem Zeitpunkt. Die daraus folgende Verzerrung ist als Common-Method-Bias beschrieben (Podsakoff et al., 2003). Bei zwei Aussagen je Dimension lässt sich die interne Konsistenz nicht sinnvoll schätzen; Unterschiede von 0,5 zwischen Dimensionen liegen innerhalb der Messunschärfe und werden deshalb nicht als Rangunterschied ausgewiesen.

Das Verfahren ist nicht validiert und erhebt diesen Anspruch nicht. Es ordnet, es misst nicht.

Matthias Drevs – Managementberatung